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Datum

05.03.2016, 21:41 Uhr

Gutachtenbereich

Baugutachten

Beschreibung

Ich baue mit der Firma Rieper aus Nordholz ein EFH nach Abriss neu. Die Ausführung erfolgt massiv mit Porotonziegeln. Vor Baubeginn gab es schon komische Abläufe und Ungereimtheiten bei den Angeboten. Aufgrund verschiedener Konstellationen wurde dann bereits mit dem Bau begonnen. Der Abriss wurde vorher in Eigenleistung durchgeführt. Fa. Rieper fing auf Stundenbasis an die Streifenfundamente zu erstellen. Es wurde teils mit Schalungssteinen gearbeitet, teils wurden aber auch Unmengen Beton so in den Boden gekippt. Der Wasser und Stromanschluss befand sich zu dem Zeitpunkt innerhalb des Fundamentes (am Rand), obwohl dieser nach außen ausserhalb des zu gießenden Streifenfundamentes verlegt werden sollte. Ich habe dieses bemängelt, es hieß es wird dann eben später gemacht. Fakt ist, inzwischen steht das Erdgeschoss und der Dachstuhl und der Anschluss liegt immer noch im Wohnzimmer und wurde dort fest einbetoniert. Der Anschluss soll dann verlegt werden, wenn in ein paar Monaten Firma Wähler (Tiefbau) den Gasneuanschluss durchführt. Weitere Mängel sind meines Erachtens nach fehlende Feuchtigkeitssperren zwischen Porotonsteinen und dem Fundament. Das Fundament ist aufgrund unzureichender Schalung zudem an der Außenwand sehr wellig und die Fundamentdämmung steht teils 4 cm über den Mauerstein hinaus. Da das Gebäude insgesamt recht hoch gebaut werden sollte lässt sich dadurch nun wohl nur unter starken Wegschneidens der Dämmung die Klinkerriemchen anbringen.

Ein weiterer Mangel ist ein schräger Sturz an einem Durchgang zum Wohnzimmer. Die Porotonsteine mit ihrer Mineralwolldämmung sind an vielen Stellen nicht abgedeckt und dadurch dem Wetter voll ausgesetzt. Da Fa. Rieper sich bei den Steinen um 3 Paletten verschätzt hat, ist ein weitermauern der Giebel derzeit ungewiss und der Bau wird somit ein paar Tage offen stehen. Der Dachstuhl wurde zwar abgedeckt, aber durch die Giebel tritt entsprechend Wasser auf die OSB Platten des Fußbodens im Obergeschoss. Ein Teil des Dachstuhls über eine Art Anbau wurde noch nicht aufgestellt (aufgrund der dazwischenliegenden Giebelwand), die vorgefertigten Balken wurden durch Fa. Rieper nun teils zweckentfremdet als Gerüst bzw. liegen im Freien. Die Firma die den Dachstuhl aufgestellt hat hatte diese vorher korrekt gelagert.

Es gibt noch dutzende Kleinigkeiten von Spalten in Mauern über fehlende Mauerwerksverbinder und zu kleinen Aussparungen für Abwasser sowie falsch Positionierten Rohren und total fehlgeplanter Hauseinführung, die sich am besten vor Ort zeigen lassen. Da die meisten Mängel sich nicht mehr korrigieren lassen dürften, ist hier nun die Frage in wie fern ich einen Schadensersatz bzw. Preisreduzierung für die Fehlerhafte Ausführung verlangen kann. Die Mängel gliedern sich in behebbare direkte Mängel, nicht behebbare Mängel die erst lLangfristig relevant werden sowie Mängel die keine direkte Auswirkung haben aber keine professionelle Ausführung der Arbeit darlegen und ich es dann auch hätte selbst machen können. Ich habe die ganze Bauphase über Bilder gemacht, um etwaige unqualifizierte Arbeiten zu Dokumentieren.

Ausführungsort

DE-27639 Wurster Nordseeküste

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